Tech Nomad - Web-Designer & -Programmierer TECH NOMAD

Über mich

Kürzere Version:

Ich bin gebürtiger Weißrusse, Jahrgang 1982, Sohn eines ukrainischen Juden und einer halb Russin, halb Ukrainerin aus Tadschikistan und lebe seit 1994 in Deutschland.

Eigene Websites erstelle ich seit 2011/2012. Meine Kenntnisse hierin beschränkten sich jedoch bis 2014 auf rudimänteres HTML und elementare Wordpress-Bedienung. Erst Ende 2014 als ich nach meinem 6-monatigen Trip durch/nach Weißrussland und Russland endgültig feststellte, dass ich meinen Nomaden-Lifestyle nur schlecht mit meinem bis dahin erlernten Beruf (siehe "Warum Tech?") finanzieren kann, widmete ich mich neben einem Vollzeit-Job zielstrebig den Themen des Webdesigns (Dreamweaver, Illustrator, CSS3/HTML5 etc). Als ich mich dann Mitte 2015 während der Arbeit als Logistik-Disponent trotz oder vielleicht sogar wegen Powerlifting-Training am Rücken verletzte und für mehrere Monate arbeitsunfähig wurde, konnte ich mich dem Webdesign überwiegend in Vollzeit widmen. Die ersten bezahlten Aufträge folgten im Oktober 2016. Davor übte ich mich im neu erwählten Beruf an meinen verschiedenen Blogs, für die ich eigene Wordpress-Themes erstellte.

Meine Skills

  • HTML5
  • CSS3
  • Less
  • RWD
  • Illustrator/SVG
  • ES5
  • ES6
  • Node.js Frontend-Development
  • OOP
  • PHP
  • MySQL
  • PhpStorm
  • Webpack
  • Gulp
  • Git
  • Github/Bitbucket
  • Bash für Web-Development
  • Regex
  • 10-Finger-Tippen (250-350 Anschläge/Minute)
  • Englisch verstehen
  • Englisch - Ausdruck (schriftlich/mündlich)
  • Photoshop/Lightroom
  • Premiere Pro
  • Audition

Längere Version:
Warum Tech?

Auch wenn ich im Allgemeinen kritisch gegenüber der Technik bin, weil sie uns von unserer natürlichen Lebensweise abhält und für viele - wenn nicht die meisten - Probleme unseres Zeitalters die Ursache darstellt, so ist bei mir dennoch, von meinen jungen Jahren an, eine starke Technik-Affinität zu erkennen. Radios, Elektronikuhren, ferngesteuerte Spielzeug-Autos, Fernbedienungen etc gingen bei uns zuhause schnell kaputt, weil ich alles immer auseinander nehmen musste, um reinzuschauen. Sicherlich hatte darauf einen Einfluss der Umstand, dass meine Mutter als Mathematikerin bereits in den 70ern die ersten sowjetischen Computer programmierte und dass mein Vater von Beruf Automechaniker und Busfahrer ist. Auch mein älterer Bruder war von jungen Jahren an, ein Computer-Freak und hat mich hierin stark beeinflusst.

Beruflich konnte und wollte ich jedoch diese Affinität aus verschiedenen Gründen nicht verfolgen und so beschränkte sich meine Technik- und Computer-Affinität lediglich auf das Zocken am Computer. Mein Berufsziel war zunächst "irgendwas mit Wirtschaft" und "Manager oder so" 🙂. Da ich aber die 10. Klasse auf einer Hauptschule und lediglich mit einem erweiterten Hauptschulabschluss absolvierte, rückte mein damaliger Wunschberuf in weite Ferne. Auch der nachträgliche Erwerb des Realschulabschlusses an einer Abendschule, als ich 19 war, hat mich zunächst nicht weiter gebracht, da der Abschluss nicht sonderlich gut war und fürs Gymnasium nicht reichte, außerdem hätte ich es eh nicht finanziert bekommen. Die Jobcenter förderten kein Abitur und Schüler-Bafög war in meinem Fall viel zu gering. Es kam also für mich damals nur eine Ausbildung mit Fachhochschulreife, die von den Jobcentern voll gefördert werden, in Frage. In der engeren Auswahl standen für mich die Berufe technischer Assistent für Medientechnik, technisch-physikalischer Assistent und technischer Assistent für regenerative Energietechnik. Ich wurde also durch die Umstände gezwungen die technische Schiene einzuschlagen. Damals lagen mir als angehendem Öko-Freak die Erneuerbaren Energien näher und sie wurden zudem in den Medien und der Politik massiv gehyped. Mit 22 bzw. 2004 fing ich also die Ausbildung zum technischen Assistenten für regenerative Energien an. Diese schloss ich 2007 als Jahrgangsbester und mit einem Fachabi von 1,2 ab. Von nun an interessierte ich mich nicht mehr für eine Karriere in der Wirtschaft sondern sah mich nach einem Online-IQ-Test mit einem Ergebnis von 150 in Zukunft eher als InGENIEur 😉. Ich sah also davon ab, noch ein Jahr draufzusetzen und ein richtiges Abi nachzuholen, suchte mir stattdessen die beste elektrotechnische Fakultät Deutschlands - damals an der FH München - und fing dort 2007, nach einem kurzen Sommerjob als Elektriker bei der Stadler Rail AG (für die ich auch 2014 nach Dresden zu DB Schenker ging), ein Elektrotechnik-Studium mit Schwerpunkt regenerative Energien an. Doch auch wenn meine Mutter Mathematikerin ist und ich in der 10. Klasse die Mathe-Schulmeisterschaft gewann, turnte mich das in den ersten beiden Semestern zu 90% aus abstrakter Mathematik bestehende Studium bereits nach wenigen Monaten total ab. Den berühmten Praxisbezug einer Fachhochschule habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. Und hier begann dann auch mein Nomadenleben.

Warum Nomad?

Nach dem Abbruch des Elektrotechnik-Studiums in 2008 begann ich als Solarinstallateur und Elektriker zu jobben. Zunächst fing ich bei Krauss Maffei Kunststofftechnik als Elektromechaniker im Prüffeld an, doch nach wenigen Wochen ging mir das ständige Paffen meiner Kollegen auf die Nerven und ich kündigte mit Bedauern, da ich hier sicherlich viel gelernt hätte und die Bezahlung für meine damalige Verhältnisse super gewesen ist. Die "Flucht" aus Berlin nach München hat in mir die Reiselust geweckt und ich suchte nun bundesweit nach Jobs. Nach Krauss Maffei arbeitete ich zunächst unter anderem einen Monat lang in einer Niederlassung des Elektroauto-Herstellers Twike in Benediktbeuern. Da mir der Chef jedoch lediglich eine Teilzeit-Stelle anbieten konnte, probierte ich es anschließend bei mehreren Solarfirmen. Als ich dann Ende 2008 in einer Solarfirma in Frickingen (Bodensee) glaubte endlich einen guten Arbeitgeber gefunden zu haben, wurde ich, wie ich vermute, aufgrund meiner Ansicht, dass Klimawandel nicht durch CO2 verursacht wird, gekündigt. Danach war für mich die Erneuerbare-Energien-Branche abgehakt, auch wenn ich bis heute noch großer Befürworter der Solarenergie und der Elektromobilität geblieben bin und die Entwicklung von Tesla durchgehend mit großem Interesse verfolgt habe.

Anfang 2009 verkaufte ich dann meine wenigen Habseligkeiten, kündigte meine Wohnung in München, trampte wieder zurück nach Berlin und startete von hier zu Fuß nach Santiago (de Compostela). Zwar habe ich es bis dorthin nicht geschafft, aber immerhin bis Leipzig. Hier arbeitete ich dann zwei Monate in einem Bio-Laden. Anschließend trampte ich in die Ukraine zu dem alljährlichen europäischen Hippie-Festival, wo ich für mich dann fest stellte, dass ich ganz sicher kein Hippie bin und auch nicht sein möchte 🙂 Ein paar Jahre später trampte ich zwar wieder zu einem solchen Festival in die Slowakei, doch nur wegen einer attraktiven Frau, die unbedingt dorthin wollte und einen Begleiter brauchte 😉.

Nach knapp 6 Monaten war mein erster Versuch ein Nomaden-Leben zu führen, beendet und ich kam zurück nach Berlin. Zunächst lebte ich von Jobs als Elektriker. Doch da ich mir nicht vorstellen konnte auf Dauer als Elektriker auf dem Bau oder in der Fabrik zu arbeiten, begann ich Ende 2010 an der Uni Gießen das Studium der Ernährungs- und Sportwissenschaften. Schnell stellte ich jedoch fest, dass auch dieses Studienfach nichts für mich ist, da ich zu viele alternative mit den Studieninhalten nicht zu vereinbarende Ansichten vertrat/vertrete. Ich blieb zwar eingeschrieben doch ging ich nach einem Job als Obst- und Gemüse-Verkäufer bei einem Bio-Händler in Gießen, zurück nach Leipzig, um dort eine Frucht-Koop aufzumachen. Daraus wurde letztendlich nichts, doch importierte ich kurzzeitig aus Sri Lanka tropische Bio-Früchte von einem Produzenten den ich zuvor auf der Biofach in Nürnberg kennenlernte. Mit der letzten Lieferung habe ich am Ende damit zwar 1000€ Verlust gemacht, doch fand ich diese Erfahrung trotzdem sehr lehr- und hilfreich.

Anschließend versuchte ich noch einmal das Sport- und Ernährungs-Studium in Angriff zu nehmen, doch die ideologischen Differenzen erschwerten es mir mich dafür zu motivieren und so brach ich das Studium Anfang 2014 endgültig ab und startete meinen zweiten Versuch ohne festen Wohnsitz zu leben. Ich verkaufte wieder das meiste von meinem Hab und Gut, welches diesmal - nach meinen Erfahrungen aus dem ersten Nomaden-Leben-Versuch - deutlich geringer war. Ich bezahlte aus dem Erlös offene Rechnungen und trampte mit 20€ in der Tasche nach Weißrussland. Nach drei Monaten zog ich dann weiter nach Moskau. Nach drei weiteren Monaten kam ich jedoch einem Job-Angebot der Stadlerrail Minsk nach, bei der ich mich wenige Monate zuvor als Elektriker beworben hatte. Ich bekam dort stattdessen jedoch einen experimentellen Job für den ich wieder nach Deutschland (Dresden) zurückkehren musste, um für sie in einem Logistik-Zentrum der DB-Schenker, bestimmte logistische Aufgaben zu übernehmen. Nach 7 Monaten wurde ich wegen internen Streitigkeiten zwischen Stadler Pankow GmbH (wo ich formal den Vertrag unterschrieben habe) und der Stadlerrail Minsk, die untereinander das Bürokratische im Zusammenhang mit meiner Tätigkeit nicht regeln konnten, gekündigt. Da ich mich aber wenige Wochen vor der Kündigung am Rücken verletzte, weil ich oft zu faul war zum Verschieben schwerer Paletten einen Hubwagen zu holen und glaubte mit 100kg im Bankdrücken und 160kg im Kreuzheben besonders stark zu sein, sah ich zunächst davon ab das Nomaden-Leben wieder zu beginnen, solange ich nicht einen körperlich leichten Beruf erlernt habe. Daher kam ich 2015 wieder zurück nach Berlin, wo ich zunächst selbstständig aus Bio-Hanfsamen (legale! 🙂) Hanfmilch herstellte und bei gutem Wetter in Berliner Parks (illegal 😉) verkaufte. Ab Herbst 2015 widmete ich mich dann aber wieder vollständig dem Webdesign-Studium.

Update/Randnotiz 🙂: Ich bin aus ideologischen Gründen 100% gegen jeglichen Drogenkonsum und habe seit Silvester 2002/2003 nicht mal einen einzigen Schluck Alkohol getrunken, geschweige denn Marihuanakonsum oder sonstige Drogen. Hanfsamen sind THC frei und sind dabei reich an Protein (35% bei geschälten Samen und >50% bei entölten geschälten Samen) bei einer sehr guten biologischen Wertigkeit des Proteins und relativ mildem Geschmack (bei guter Qualität der Samen), was die Samen perfekt für den veganen Milchersatz macht. Den reißerischen Hanf-Blatt habe ich nur zwecks "Marketing" verwendet und hatte damit vor allem im Görlitzer Park ganz guten Erfolg 😂

Auch wenn es mein erklärtes Ziel ist, mit Web-Programmierung ortsunabhängig Geld zu verdienen und dabei durch die Welt zu düsen, so ist das momentan leider doch eher ein Wunschdenken, da aktuell meine Kunden hauptsächlich aus Berlin kommen und viele von denen Wert auf persönlichen Kontakt legen. Aus diesem Grund werde ich voraussichtlich bis mindestens Anfang 2019 auch in Berlin bleiben. Bis dahin hoffe ich einen oder mehrere Produkte (Themes, Plugins, Apps) entwickelt zu haben, deren Vertrieb auch ortsunabhängig vonstatten gehen kann.